Pionierarbeit auf zwei Rädern – 10 Jahre TRANKVILE

TRANKVILE electric vehicles

Pionierarbeit auf zwei Rädern – TRANKVILE electric vehicles – E-Mobilität, Mut und Zukunftsvisionen

(openPR) Im Jahre 2015 gründete Alexander von Waldow, als Elektromobilität in Deutschland noch kaum ein Thema war, das Unternehmen TRANKVILE electric vehicles. Heute steht die Marke für nachhaltige Mobilität mit modernen Elektrorollern, Elektromotorrädern, elektrischen Seniorenmobilen und jeweils einer eigenen Werkstatt, die Kunden rundum betreut, in Hamburg und Kiel. In Kiel wird ein ähnliches Konzept verfolgt. Inhaber ist sein Bruder Klaus-Robert von Waldow. Wir sprechen mit dem Gründer über die Anfänge, Herausforderungen und seine Vision für die Zukunft der urbanen Mobilität.

Interviewer: Vor zehn Jahren war Elektromobilität noch ein Nischenthema. Was hat Sie damals dazu bewogen, Trankvile zu gründen?

Alexander:

Ich war schon immer davon überzeugt, dass sich Mobilität verändern muss – weg von Verbrennung, Lärm und Abgasen hin zu etwas Effizienterem und Nachhaltigerem. 2015 war das Thema E-Mobilität noch fast exotisch, aber für mich war klar: Das wird kommen. Ich wollte ein Teil dieser Veränderung sein und zeigen, dass umweltfreundliche Fortbewegung auch Spaß machen kann. Damals wollte ich mein Motorrad durch ein E-Motorrad ersetzten. Mangels Angebot kaufte ich mir einen Elektroroller, der mir trotz Blei-Gel-Variante viel Laune bereitete. Ich nutzte ihn viele Jahre, bis ich dann doch zu meiner ZERO DS kam.

Interviewer: Erinnern Sie sich noch an die ersten Reaktionen, als Sie mit Elektrorollern auf den Markt gingen? Gab es mehr Neugier oder Skepsis?

Alexander:

Ganz klar: beides. Viele fanden die Idee spannend, aber es gab auch viele Fragen – vor allem zu Reichweite, Ladezeit und Haltbarkeit der Akkus. In den ersten Jahren mussten wir sehr viel Aufklärungsarbeit leisten. Im Laden oder bei Motorradtreffen. Es gab noch kaum Erfahrungswerte, keine öffentlichen Ladepunkte und keine Werkstätten, die sich überhaupt mit E-Fahrzeugen auskannten. Trotzdem war die Begeisterung bei den ersten Kunden groß – und diese Begeisterung hat uns durch die Anfangszeit getragen.

Interviewer: Was waren die größten Hürden in den ersten Jahren – technisch, wirtschaftlich oder vielleicht auch mental im Markt?

Alexander:

Ein bisschen von allem. Technisch waren die Fahrzeuge damals deutlich einfacher gestrickt als heute, wirtschaftlich war der Markt klein, und mental musste man viel Überzeugungsarbeit leisten. Viele Menschen hatten Vorurteile oder schlicht Angst vor etwas Neuem. Gleichzeitig war es eine Zeit, in der man sehr nah an der Entwicklung dran war – wir haben ständig dazugelernt, getestet, verbessert. Fahrzeuge sowie Lieferanten. Das war herausfordernd, aber auch unglaublich spannend.

Interviewer: Sie haben ja die Entwicklung des Marktes von Anfang an mitbekommen. Wie hat sich der Markt in diesen zehn Jahren verändert – und wie hat sich TRANKVILE mitentwickelt?

Alexander:

Heute ist Elektromobilität in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Die Technik ist reifer, die Akkus sehr viel leistungsfähiger, und das Design spricht inzwischen auch Menschen an, die früher nie über einen E-Roller nachgedacht hätten. Wir haben unser Sortiment Schritt für Schritt erweitert – vom klassischen Elektroroller über Elektromotorräder bis hin zu elektrischen Seniorenmobilen. Selbst für Segelyachten haben wir Innen- als auch Außenborder im Sortiment. Gleichzeitig haben wir den Servicebereich professionalisiert, weil viele Kunden genau das schätzen: kompetente Beratung, eigene Werkstatt, und im Zweifel jemanden, der sich wirklich auskennt.

Interviewer: Heute sind E-Roller fester Bestandteil vieler Städte. Was zeichnet TRANKVILE heute aus, und worauf legen Ihre Kunden heute beim Kauf eines Elektrorollers bzw. Elektromotorrades am meisten Wert?

Alexander:

Unsere Kunden erwarten heute Qualität, Reichweite und einen verlässlichen Service. Der Preis allein steht nicht ausschließlich im Vordergrund – es geht um Vertrauen. Viele kaufen bei uns, weil sie wissen, dass sie später mit Fragen oder Problemen nicht allein gelassen werden. Wir haben uns bewusst als Fachbetrieb mit Werkstatt aufgestellt, um genau diesen Unterschied zu machen. Das ist etwas, das große Onlineanbieter so nicht bieten können.

Interviewer: Sie bieten nicht nur Verkauf, sondern auch Werkstattservice an. Welche besonderen Herausforderungen bringt die Reparatur und Wartung von Elektrorollern mit sich?

Alexander:

E-Fahrzeuge sind technisch anders aufgebaut als klassische Roller. Das beginnt bei Fahrzeugen über 60 Volt beim Hochvolt-System und geht bis zur Software. Unsere Techniker müssen entsprechend geschult sein, und wir investieren laufend in Weiterbildung und Ausstattung. Eine Herausforderung ist auch die Vielfalt am Markt – viele Modelle stammen von unterschiedlichen Herstellern, oft mit wenig einheitlichen Standards. Das verlangt viel Know-how, Erfahrung und manchmal auch Improvisationstalent. Tatsächlich finde ich die Verbindung Elektronik mit EDV reizvoll und unterstütze die Werkstatt selber häufig im Bereich Softwareupdates.

Interviewer: Gibt es aus Ihrer Sicht etwas, das sich in Deutschland noch ändern muss, damit Elektromobilität endgültig im Alltag ankommt?

Alexander:

Ja, auf jeden Fall. Es braucht weiterhin Anreize und vor allem praktische Lösungen – zum Beispiel bei der Ladeinfrastruktur, beim Parken oder bei der Förderung kleiner Fahrzeuge. Und wir müssen Elektromobilität als Gesamtbild verstehen: Es geht nicht nur um Autos, sondern um viele Mobilitätsformen – vom Roller über das Lastenrad bis hin zu Sharing-Angeboten. Je einfacher und bequemer das für den Nutzer wird, desto schneller setzt sich das durch. Leider gibt es weder in Hamburg noch Kiel Förderungen und auch die THG – Quote wurde leider auf E-Autos beschränkt. Elektromotorräder und Elektroroller sind ein wertvolles Pendlerfahrzeug, werden aber bisher gar nicht beachtet oder lediglich als Freizeitfahrzeuge angesehen.

Interviewer: Elektromobilität entwickelt sich rasant weiter – leistungsfähigere Akkus, vernetzte Fahrzeuge, Sharing-Modelle. Wie schätzen Sie die weitere Entwicklung der Branche ein? Wo sehen Sie TRANKVILE in diesem Wandel?

Alexander:

Ich glaube, wir stehen erst am Anfang. Hier können wir von China lernen. Die Technik wird sich weiter verbessern, und der Markt wird sich stärker differenzieren. Elektromotorräder werden in fünf bis acht Jahren preiswerter und leistungsfähiger sein, als die Verbrenner. Verbrauch und Wartungen sind es ja bereits heute. Manche suchen das sportliche Fahrerlebnis, andere eine günstige Alternative zum Auto oder Verbrenner. Für uns heißt das: flexibel bleiben, gute Produkte anbieten und unseren Servicegedanken weiter ausbauen. Wir wollen der Ansprechpartner in der Region sein, wenn es um individuelle E-Mobilität auf zwei Rädern geht. Wir werden uns auf hochwertige Marken fokussieren, die die Händler auf Augenhöhe betrachten und gut unterstützen. Den NIU CEO Yan Li hatte ich als vertrauenswürdigen Unternehmer kennen gelernt. Wir setzen weiter auf diesen Marktführer und freuen uns auf weitere innovative Produkte, wie beispielsweise das E-Kleinstfahreug MM500. Ideal für eine Großstadt. Wir planen Probefahrten auch durch den NIU Premium Store in Eimsbüttel anzubieten.

Interviewer: Hamburg möchte ja bis zum Jahre 2040 klimaneutral werden. Welche Chancen und Herausforderungen sehen Sie für Unternehmen wie Trankvile in diesem Wandel?

Alexander:

Das Ziel ist sehr ehrgeizig, aber die Richtung stimmt. Für uns ist das eine große Chance, weil wir mit unseren Produkten Teil der Lösung sind. Jede Fahrt, die elektrisch statt mit einem Verbrenner stattfindet, hilft. Unternehmen könnten Ihren Fuhrpark Elektrifizierung. Gleichzeitig sehe ich die Herausforderung, dass die Rahmenbedingungen Schritt halten müssen – also Infrastruktur, Förderprogramme und gesellschaftliche Akzeptanz. Wenn die Stadt das ernsthaft verfolgt, kann Hamburg ein Vorbild für viele andere Regionen werden.

Interviewer: Zum Schluss: Zehn Jahre TRANKVILE – worauf sind Sie besonders stolz, und was wünschen Sie sich für die nächsten zehn Jahre?

Alexander:

Am meisten stolz bin ich darauf, dass wir durchgehalten haben – mit allen Höhen und Tiefen. Dass wir heute ein anerkanntes Unternehmen sind, das Kunden begeistert und Arbeitsplätze schafft, ist keine Selbstverständlichkeit. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass Elektromobilität irgendwann so selbstverständlich ist wie heute das Smartphone. Und dass TRANKVILE weiter dazu beiträgt, diesen Wandel positiv zu gestalten.

Über das Unternehmen

TRANKVILE (abgeleitet aus dem Esperanto für „Ruhe“) ist ein norddeutscher Pionier und Fachhändler für emissionsfreie Mobilität. Seit der Gründung im Jahr 2015 durch Alexander von Waldow verfolgt das Unternehmen die Vision, urbane Räume lebenswerter zu machen – weg von Lärm und Abgasen, hin zu lautlosem und effizientem Fahrspaß.
​Mit Standorten in Hamburg und Kiel bietet TRANKVILE ein sorgfältig ausgewähltes Sortiment führender internationaler Marken (wie NIU, VMoto, Naxos, Horwin oder Segway).

Das Angebot umfasst:
​E-Scooter & E-Mopeds: Stilvolle und praktische Stadtflitzer für Pendler. ​Elektromotorräder: High-Performance-Bikes für Freizeit und Langstrecke. ​E-Seniorenmobile: Barrierefreie Lösungen für individuelle Unabhängigkeit.
​E-Lastenräder & Micro-Mobility: Innovative Konzepte für den urbanen Transport. Microcars.
​Marine-Lösungen: Elektro-Außen- und Innenborder für Segelyachten.

Service als Markenkern
​Was TRANKVILE von reinen Online-Händlern unterscheidet, ist die tiefe technische Expertise. Als spezialisierter Fachbetrieb betreibt das Unternehmen eigene Werkstätten. Das Leistungsspektrum reicht von der klassischen Wartung und Reifenwechseln bis hin zu komplexen Software-Updates und Arbeiten an Hochvolt-Systemen (über 60 Volt).

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